Yoga für Männer: Die wichtigsten Informationen

Das ist der Grund, warum Yoga für Männer so lebensfähig ist

Yoga-Praktiken entwickeln die Anpassungsfähigkeit, Kraft und Koordination weiter. Warum Yoga für Männer so überzeugend ist und was für Anfänger von Bedeutung ist

Kennen Sie das geheimnisvolle Rezept zahlreicher Profi-Wettkämpfer? Yoga. Bezeichnenderweise hat sich der frühere öffentliche Mentor Jogi Löw darauf verlassen. Vor dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien erinnerte er sich bei seiner Vorbereitungssammlung an Yoga. Stars wie Mario Götze, Tiger Woods, David Beckham und Dirk Nowitzki praktizieren routinemäßig Yoga.

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Yoga ist sicher kein Frauensport

Warum machen in dieser Nation kaum Männer einen Abstecher in das Yogastudio um die Ecke? „Vor allem das Klischeebild der eleganten Yogalehrerin schreckt zahlreiche Männer ab“, meint Oliver Tan, ein Yogalehrer aus Hamburg. Allerdings hat die Situation der Abstoßung im Allgemeinen im Wesentlichen nichts mit der realen Welt zu tun. Man geht davon aus, dass es den Damen wirklich erlaubt ist, die Studios für sich zu nutzen.

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Laut einer Studie des Fachverbands der Yogalehrer in Deutschland praktizieren im Jahr 2018 ein Vielfaches mehr Frauen als Männer Yoga. Allerdings war Yoga früher eine reine Männersache: „Ursprünglich war Yoga eine Männerdomäne – im alten Indien war es Frauen verboten, Yoga zu praktizieren“, erklärt Tan. Es wäre ebenfalls eine Schande, wenn wir nicht das Gleiche für die jungen Damen tun würden, denn wir können in gewissem Maße so viel wie möglich zurückbekommen, wenn auch vielleicht nicht mehr. „Das Potenzial für Fortschritt ist riesig. Sie müssen es nur ausnutzen“, sagt der Yogalehrer.

Wofür ist Yoga gut?

Sie können nicht nur Ihre Körperachtsamkeit und Ihre Bewegungsfähigkeit weiterentwickeln: „Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass Yoga auch den Puls senken und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin verringern kann“, erklärt Yogalehrer Dr. Patrick Broome aus München. Die indischen Lektionen sind als Ausgleich und Ergänzung zu einer breiten Palette von Ausdauer- und Kraftsportarten sinnvoll und können, wenn Sie regelmäßig trainieren, wesentlich an Ihrer Präsentation arbeiten.

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Welche Voraussetzungen muss man für Yoga erfüllen?

„Im Allgemeinen gibt es keine besonderen Voraussetzungen, die man erfüllen muss“, sagt der Meister. Aufgrund der großen Auswahl an Yogakursen können Sie sich zweifellos die Technik aussuchen, die am besten zu Ihren eigenen Zielen und Ihrem Wohlbefinden passt. Ein Tipp: Angenommen, Sie sind wirklich aufgrund eines körperlichen Problems eingeschränkt, sollten Sie Ihren Hausarzt darüber beraten, welche Vorbereitung sinnvoll ist.

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Yoga ist für alle da! Die Asanas machen Sie flexibler

Worauf sollten Neulinge im Yoga achten?

Yoga ist definitiv kein Halsabschneiderspiel. „Ausführung und Ernsthaftigkeit haben hier keinen Platz“, sagt Broome. Es geht darum, Körper und Psyche Stück für Stück zur Deckung zu bringen und sich erfolgreich zu entspannen. Ob Sie diesen Zustand mit einem verschlungenen Kopfstand oder mit einfachen Atemübungen erreichen, ist unerheblich. In erster Linie sollten Sie sich offen für Yoga fühlen. Um herauszufinden, wie man die Asanas richtig ausführt, sollten Sie einen Kurs besuchen oder einen Trainer buchen. Vorausgesetzt, Sie wissen, wie es geht, können Sie auch alleine im Privaten üben.

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Welche Arten von Yoga gibt es?

Die beliebteste Art von Yoga ist Hatha Yoga. Es bereitet in erster Linie Ihre Anpassungsfähigkeit vor. Hatha Yoga umfasst eine Summe von 26 Positionen (Asanas), die mit Kontemplation und Atemübungen (Pranayama) verbunden sind. Kundalini Yoga wiederum wird im Wesentlichen durch außergewöhnlich kraftvolle Entwicklungsgruppierungen beschrieben und zeigt, warum Yoga sehr anstrengend sein kann.

Beim Bikram Yoga, einer weiteren Verbesserung des Hatha Yoga, verbrennen Sie einige Kalorien. Die 26 Asanas werden bei 35-40 Grad ausgeführt und verlangen den Yogis eine Menge ab. Power Yoga ist ebenfalls erfolgreich. Es ist eine der aktuellsten Arten von Yoga und dehnt die Bänder und Gelenke, hilft aber auch beim Aufbau der Muskeln.

Anpassungsfähiger werden: Wie Sie mit Yoga die Muskeln dehnen

Die meisten Yogaformen dehnen ganze Muskelgruppen. Deshalb sind sie besser als die meisten klassischen Dehnübungen

. Es gibt eigentlich keine erfolgreichere Methode, um etwas für die Anpassungsfähigkeit zu tun. Sie halten jede Haltung für ein paar volle Atemzüge, so dass die Muskeln für einen längeren Zeitrahmen entsprechend dreigeteilt gedehnt werden. „Mit jeder Ausatmung können Sie die Dehnung nach und nach verstärken. Das ist anstrengend, aber auch sehr praktikabel“, sagt Mentor Tan.

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„Yoga kann solide Unbeholfenheit ausgleichen und Sie fähiger machen, aber was entgeht Ihnen durch die bessere Anpassungsfähigkeit? Immerhin geht es um Ihr Wohlbefinden im fortgeschrittenen Alter. Daher beteiligen sich zahlreiche Krankenkassen an den Kosten für Yoga-Kurse. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie in einem Büro oder auf einer Baustelle arbeiten: Geübte Übungen belasten den Körper im Allgemeinen ungleichmäßig. Dementsprechend verkürzen sich die Muskeln und schließlich verlieren Sie an Beweglichkeit. Diejenigen, die regelmäßig Yoga praktizieren, nutzen dagegen ihren Bewegungsspielraum und können ihn erweitern. Auch Kraftsportler profitieren davon – aufgrund der größeren Anpassungsfähigkeit holen sie mehr aus jeder Redundanz heraus.

Ein Beispiel: Die tiefe Kniebeuge spricht wesentlich mehr Muskelstränge an als eine, die bisher in den Kniegelenken in einem 90-Grad-Punkt endet. Wenn Sie nicht genau in die Hocke gehen können, sollten Sie unbedingt einen Ausflug ins Yogastudio machen. „Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie sich, falls Sie nach ein paar Stunden noch nicht so anpassungsfähig sind wie die Lehrerin“, sagt Tan. Alles in allem hat der Lehrer das schon länger gemacht als Sie. Versuchen Sie, Ihre eigene Erweiterungsfähigkeit Stück für Stück zu schwächen. Geduld zahlt sich aus.

Wie Sie Yoga als Krafttraining einsetzen können

Sie denken, Yoga sei nicht schwierig? Dann waren Sie höchstwahrscheinlich noch nie beim Vinyasa Stream oder Power Yoga. Doch auch diese Varianten sind schweißtreibend. Eine Erklärung: „Sie arbeiten in Muskelketten. Anders als beim Heben von Gewichten werden nicht nur einzelne Muskeln entwickelt. Es geht vielmehr um ihr Zusammenspiel – die so genannte intermuskuläre Koordination“, sagt Mentor Tan.

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Das heutige Utilitätstraining zielt auf ähnliche Wirkungen wie die über 2000 Jahre alte Yoga-Praxis. Die intramuskuläre Koordination sorgt dafür, dass wir zum Beispiel beim Squash schneller zum Ball kommen oder beim Fußball umso schneller in den Strafraum. Tan: „Zahlreiche Asanas strukturieren zusätzlich eine intensive isometrische Übung, bei der die Muskeln den Körper an für ihn neuen Stellen beruhigen müssen.“ Sie kennen das vielleicht vom Unterarmstütz. So bringen Sie mehr Kraft in den gesamten Körper, insbesondere in die Körpermitte. Hier zeigen wir Ihnen warum Reflexion Sie zu einem überlegenen Wettkämpfer macht.

Wie Sie Ihre Körperbeherrschung mit Yoga weiterentwickeln

Sie kennen wahrscheinlich die Neigung, wenn Sie sich beim Training nicht mehr an alles um sich herum erinnern können. Der normale Alltag scheint wie aus dem Nichts in einem anderen Universum stattzufinden. Die Erklärung: Sie konzentrieren sich auf eine einzige Handlung. Yoga steigert diese Wirkung noch. Tan: „Sie finden heraus, wie Sie Atmung und Entwicklung in Einklang bringen können. In der Hektik des Alltags verlieren wir oft völlig den Blick für unsere Atmung.“

Im Yoga des alten Stils geht man sogar so weit zu sagen, dass die Haltung die Atmung unterstützen sollte und nicht umgekehrt. In Indien sind eineinhalbstündige Atemübungen anschließend völlig normal. Lehnen Sie sich einfach zurück und entspannen Sie sich, Sie müssen keine anderthalbstündigen Sitzungen machen, um davon zu profitieren. Betrachten Sie den Atem vielmehr als eine Kette, die die einzelnen Stellungen miteinander verbindet. Manche Yoganeulinge finden es entspannend, sich ganz bewusst auf ihre Atmung zu konzentrieren. Andere haben Probleme, sich auszustrecken.

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Es ist jedoch doppelt vorteilhaft, weil eine ruhige, langsame Atmung die entschleunigende Wirkung verstärkt. In diesem Sinne können Sie aufgeben und, bildlich gesprochen, die Verantwortung an der Studiotür an den Pädagogen übergeben. In diesem Sinne können Sie sich auch im normalen Alltag wesentlich entspannen. Die Entschleunigung am Ende der Yogasitzung ist der Höhepunkt. Die entschleunigende Wirkung des Yoga garantiert auch, dass Sie sich in Shavasana entspannen können.

Damit ist das nachdenkliche Ende der Stunde gemeint, das grandiose Finale, bei dem Sie sich auf den Rücken legen und ein paar Augenblicke lang gar nichts tun. „In der Tat ist der Hauptgrund für die Asanas, den Yogi auf die Entspannung am Ende vorzubereiten“, sagt Trainer Tan. Wir können nicht vorhersehen, ob Sie in einen benommenen Zustand geraten, der Sie sanft zur Ruhe kommen lässt. Erleuchtung ist alles in allem nicht garantiert. Sicher ist jedoch, dass Sie das Studio mit einer anderen Neigung verlassen werden.

Welche Yoga-Übungen sind am besten für Männer geeignet?

„Übungen, die die gesamte Beinmuskulatur dehnen, sind besonders sinnvoll“, meint der Meister Dr. Patrick Broome, der die deutsche Fußballnationalmannschaft vorbereitet hat. Waden, Ober- und Unterschenkel werden häufig vernachlässigt. Stellen, die den unteren Rücken und die Brustmuskeln dehnen und stärken, sind ebenfalls gewinnbringend. Vor allem Kraftsportler können von einer besseren Haltung und einer größeren Anpassungsfähigkeit profitieren. Hier zeigen wir Ihnen die besten Yogastrecken für Amateure.

Eine kurze Yoga-Einführung

Die Energie des Lebens: Die wirkliche Energie des Lebens steckt nicht in Stärkestangen, sondern in uns selbst. Die Inder wissen das ganz genau und nennen diese Lebensenergie Prana. In China, wo sie Chi genannt wird, gehen die Menschen schon seit langer Zeit bewusst damit um und haben unglaubliche Leistungen vollbracht. Atemtraining:  Eine Methode zur Lenkung der Lebensenergie ist Yoga.

„Viele Top-Wettkämpfer integrieren es in ihre Vorbereitung, könnten aber darauf verzichten, darüber zu sprechen“, sagt Bernd Bachmeier von der Braunschweiger Yogaschule. „Sie werden häufig gedemütigt, weil Yoga mit Weltfremdheit und Unnahbarkeit verglichen wird.“ Dabei ist Yoga eine anständige Wahlvorbereitung für alle Ausdauersportler. In festen Körperpositionen wird vor allem die Atmung vorbereitet. Und das hat auch physiologische Vorteile: eine kürzlich veröffentlichte Studie des amerikanischen Ball State College in Indiana hat gezeigt, dass Yoga zweimal pro Woche das Atemvolumen und die Ausdauer erhöht.